Hallo meine Lieben! Ich weiß, es gab schon ewig keinen Blogpost mehr – das hat verschiedene Grüne, wovon einer ganz besonders dämlich ist. Mal davon abgesehen, dass ich über den Sommer immer mal wieder die Lust am Bloggen verliere und mich auch irgendwie kein Thema richtig angefixt hat, gab es einen ganz besonders dummen Grund: Ich hatte Angst.

Hä, was? Wovon redet sie da bitte? Angst? – Jup, total bescheuert im Endeffekt, aber ein Pin von mir ist durch die Decke geschossen (hier: Tipps für Selbstportraits & Kamera & Posing)… ein Account mit irgendwie 4.000 oder 40.000 Followern hatte diesen Pin bei sich gepinnt und als ich dann morgens meine Statistik aufrufe waren da plötzlich über 700 Aufrufe auf den Blog.

Um ehrlich zu sein war das auf der einen Seite mega mega mega toll und auf der anderen Seite hab ich mich dann selbst unter Druck gesetzt, dass die nächsten Beiträge jetzt auch voll die Knaller sein müssen und dann war erstmal Pause für 3 Monate. Omg, wie schlau! Trotzdem: Dank Pinterest und eben diesen einen Pin sind jeden Tag 150 – 200 Menschen auf meinem Blog: DANKE!!! Das ist echt so mega geil und motiviert einen dann doch erheblich, wieder mal einen Beitrag zu schreiben…


Erwachsenen Akne, Was ist das?

Ich dachte ich schreibe mal über ein Thema, was mich das letzte Jahr so ziemlich konstant begleitet hat und mich ziemlich mitgenommen hat: Erwachsenen Akne.

Akne an sich kennt ja eigentlich jeder, normalerweise ist man da als Jugendliche von betroffen und schämt sich ganz arg und alles ist sehr schrecklich und hallo Concealer mein bester Freund. Tja, leider kann eben das auch Erwachsene treffen!

Paula's Choice Produkte gegen Akne
Paula’s Choice Produkte gegen Akne

Meine ganze persönliche Geschichte

Als Teenager hatte ich wirklich sehr viel Glück, was mein Hautbild betraf. Ich hatte kaum Pickel im Gesicht, dafür aber ganz viel am Dekolletee und Rücken, teilweise Oberarme, weswegen ich fast nie ärmellose Tops mit Ausschnitt getragen habe. Eines schönen Sommer in Griechenland (da war ich 16), dachte ich: „Egal, mich kennt ja eh keiner“ und lief die ganze Zeit im Bikini rum. Die Sonne brannte dabei schön alles an Pickeln weg und seitdem kann ich mich eigentlich nicht beschweren.

Mit 17 bekam ich dann meine erste Pille verschrieben, die außerdem noch gegen Akne helfen sollte (das war nur eine „nette Nebenwirkung“ deswegen hab ich sie eigentlich nicht verschrieben bekommen). Fast forward einige Jahre später: Mai 2016 – ich beschloss die Pille abzusetzen, weil ich generell keine Stoffe von außerhalb meinem Körper zuführen möchte, schon gar keine Hormone o.ä. Soweit so gut, die ersten Monate hatte ich kaum gemerkt, dass sich überhaupt was geändert hat… dann kam September.

Ab September wurde meine Haut merklich schlechter und zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich mit Akne im Gesicht zu kämpfen. Mit 27! Ich hab mich so dermaßen geschämt, ihr glaubt es kaum. Das ganze Gesicht tat weh, überall waren Pickel – und weil ich es auch nicht lassen kann, musste ich natürlich im Gesicht rumfummeln.

Tipp 1: Ab zum Arzt

Ich konnte mir selber nicht mehr helfen, ich hatte keine Ahnung mehr, was für ein Hauttyp ich war. Ich wusste nichts von einer Pflegeroutine. Ich hatte keine Ahnung, was für Mittel man nehmen muss. Also suchte ich mir eine Hautärztin in der Nähe mit guten Bewertungen und durfte dann 6 Wochen oder so auf einen Termin warten. Geil.

Ich war mega frustriert – und zwar NACH dem Arztbesuch. Ich hatte das Gefühl, dass ich überhaupt nicht ernst genommen wurde. Nachdem die Ärztin „Akne“ und „Pille“ gehört hatte, wurde mir eine 0815 Salbe verschrieben und ich soll in 4 Wochen wiederkommen. So schnell war ich noch nie aus einem Behandlungszimmer wieder draußen, ich glaub das ganze dauerte so 2 Minuten.

Ich holte die Salbe, aber die Haut ist danach sogar noch schlimmer geworden. Ich dachte das pendelt sich wieder ein… nach 4 Wochen steh ich wieder da und die Ärztin ist schockiert: „Sie sehen ja schrecklich aus!“ Ach vielen Dank, ist mir gar nicht aufgefallen. Sie wollte mir dann eine Tablette gegen die Akne verschreiben, aber als ich den Aufklärungsflyer dazu las, bin ich vor Schreck fast umgefallen: 1 Jahr nicht schwanger werden, zwangsverordnete Schwangerschaftstest beim Arzt, neben Halluzinationen auch Organversagen und Suizid als Nebenwirkung, Gefängnisstrafe bei Weitergabe der Tabletten und und und – äh nein danke, dann hab ich lieber Pickel im Gesicht.

Ich empfehle bei Erwachsenen Akne zum Arzt zu gehen, allerdings lieber zu…

Tipp 2: Ab zum Privat-Arzt

Nach dem Disaster mit der Hautärztin ging ich auf Empfehlung von meiner Mama zu einer privaten Hautärztin. Die Behandlung dort muss man selber zahlen, mir war zu dem Zeitpunkt aber alles recht, hauptsache ich lief nicht mehr mit Pickeln im Gesicht rum!

Die Ärztin hat sich auch wesentlich mehr Zeit genommen, genau geschaut was für eine Akne ich habe und mir entsprechende Tipps gegeben. Zum Beispiel verschrieb sie mir eine weitere Salbe und gab mir den Tipp, das Rezept bei meinem Hausarzt umwandeln zu lassen auf ein Kassenrezept, so musste ich nur den 5€ Teil dazuzahlen, aber nicht die Salbe selber.

Was sie mir auch auf den Weg gab, war folgendes:

Tipp 3: Nicht anfassen!

Jaaaa, das sollte man eigentlich selber wissen, aber ich kann es nicht ändern, ich fummel richtig schlimm im Gesicht rum und das macht es natürlich nicht besser. An den Fingern hat man super viele Bakterien, die man dann auf die entzündete Haut überträgt. Wenn man außerdem an den Pickeln rumkratzt, entstehen auch viel schneller Narben und Pickelmale, die dann nur noch schwer wieder weggehen.

Ihr Tipp war: Nägel ganz ganz kurz feilen, sodass man mal aus Versehen ins Gesicht greift, aber dann nicht kratzen oder drücken kann. Für mehrere Monate hatte ich also kaum Fingernägel und hab meinen Freund gebeten, mir ne Kopfnuss (im übertragenen Sinn) zu geben, wenn ich mir im Gesicht rumfummeln sollte. Hat funktioniert!

Tipp 4: Peeling

Ein weiterer Tipp von ihr war: Regelmäßig peelen. Meine Akne am Dekolletee und Rücken / Oberarme ist an sich keine Akne, sondern leider eine Störung der Haut durch frühkindliche Neurodermitis. Unter der Haut bilden sich kleine Knötchen, die quasi zu Mitessern werden, aber an sich keine Akne sind. Neben „nicht anfassen“ zählt also auch das Peelen zu den Dingen, die gegen unreine Haut helfen.

Tipp 5: Kosmetik aufsuchen

Was ich auch zum ersten Mal in meinem Leben gemacht habe, war eine Kosmetikerin aufzusuchen. Das war einer der entspanntesten Momente in meinem Leben – unglaublich! Mein Gesicht wurde wirklich porentief gereinigt und ich glaube das war ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Heilung. Danach war es nicht schlagartig besser, aber es hat auf jeden Fall nicht mehr lang gedauert. (P.S.: Die Kosmetik zusammen mit der Untersuchung bei der privaten Hausärztin hat mich grad mal 60€ gekostet – das habe ich gern dafür ausgegeben und empfand ich sogar noch als günstig für dem Umfang der Behandlung.)

Tipp 6: Die richtige PFlege

Von der Kosmetikerin bekam ich einige Proben einer Pflegeserie, die in der Apotheke erhältlich ist – ich weiß leider nicht mehr was das war… ist auch nicht schlimm, denn die Pflege war OK, aber nicht super berauschend. Bei Stephie von What Do You Fancy bin ich auf die Marke Paula’s Choice aufmerksam geworden und habe mir direkt das Probierpaket gegen Akne „Clear Extra Strength Deluxe“ bestellt. Für 15 € ist das wirklich ein super ergiebiges Testset, was ich euch zu 100% empfehlen kann!

Neben dem Besuch bei der Kosmetikerin, die quasi den Grundstein für ein gereinigtes Gesicht gelegt hat, spreche ich der Reinigung von Paula’s Choice die Verbesserung meines Hautbildes zu! Schon im Frühjahr ist meine Haut viel besser geworden, im Mai 2017 (genau 1 Jahr seit dem Absetzen der Pille) ist von Akne keine Spur mehr zu sehen – Halleluja!

Meine Pflegeroutine

Meine Pflegeroutine hat sich extrem geändert; früher hatte ich nur so ein tägliches Waschpeeling und eine normale Tagescreme genommen; jetzt sieht meine Routine so aus:

Reinigung – „Paula’s Choice Clear Pore Normalizing Cleanser“
Auf das nasse Gesicht wird die Reinigung aufgetragen, aufgeschäumt und wieder mit Wasser abgespült.

Paula's Choice Cleanser
Paula’s Choice Cleanser

Toner – „Paula’s Choice Skin Balancing Pore-Reducing Toner“
Nach der Reinigung wird ein wenig Toner auf ein Wattepad gegeben und die Haut damit abgerieben.

Paula's Choice Tonic
Paula’s Choice Tonic

Exfoliant – „Paula’s Choice Clear Anti-Redness Exfoliating Solution“
Nach dem Toner folgt quasi ein Peeling. Das wird ebenso auf ein Wattepad aufgetragen und auf der Hat verteilt.

Paula's Choice Exfoliant
Paula’s Choice Exfoliant

Serum – „Paula’s Choice Resist Skin Transforming Multi-Correction Treatment“ und Skinoren Salbe
Das Serum von Paula’s Choice und meine Anti-Akne Salbe kombiniere ich zusammen und trage es auf das Gesicht auf.

Paula's Choice Treatment
Paula’s Choice Treatment

Tagescreme – „Paula’s Choice Clear Ultra-Light Daily Hydrating Fluid mit SPF 30+“
Das ist ganz wichtig: Da in den Pflege vorher Azelainsäure (oder Salicyclic Acid) enthalten ist, MUSS die Tagescreme Sonnenschutz beinhalten. Durch die Säure ist die Haut sehr angreifbar – man kriegt schnell Sonnenbrand und eventuelle Pickel brennen sich als Male in die Haut ein. Sonnenschutz ist also ganz ganz wichtig.

Paula's Choice Tagescreme
Paula’s Choice Tagescreme

Das klingt jetzt wie eine Reihe Werbesendung für Paula’s Choice, aber ich bin wirklich wirklich überzeugt von den Produkten und habe mir auch alle Sachen selber gekauft (auch wenn die Originalgrößen im Set mal eben 80/90€ kosten, ufffff so teuer ey!)

Was man Nicht machen sollte:

Es gibt ein paar Dinge, von denen möchte ich euch unbedingt abraten. Einerseits, weil ich selbst keine guten Erfahrungen damit gemacht hab und andererseits, weil das laut meiner Hautärztin auch einfach nichts bringt:

Zitrone, Teebaumöl, Backpulver

Auf Pinterest und co findest du unzählige Artikel, wie du mit einfachen Hausmitteln deine Pickel oder Akne loswirst. Bitte mach das nicht! Gerade die drei Mittelchen oben sind so aggressiv deiner Haut gegenüber, damit schadest du eher etwas, als das es hilft!

Gib Dir Zeit

Ja, ich weiß, man will eigentlich, dass die Akne von heut auf Morgen von Zauberhand verschwindet und gerne würde ich diesen Artikel mit: „AKNE ÜBER NACHT ABHEILEN“ betiteln, aber so funktioniert das nicht und so funktioniert auch unsere Haut nicht.

Gebt eurer Haut immer so 2 – 4 Wochen, wenn ihr eure Pflegeroutine umstellt, da sich in der Zeit die Hautzellen erneuern und quasi ausgetauscht werden. Sollte etwas natürlich abrupt mega schlecht werden oder richtig heftig weh tun, dann lasst das eher früher als später nochmal abklären. Besonders das Exfoliant und die Salbe haben anfangs sehr gebrannt bei mir, mittlerweile merke ich das gar nicht mehr.


Ich hoffe, dass euch mein Beitrag gefallen und vielleicht auch geholfen hat! Wenn ihr gerade unter Akne leidet: Ich leide mit euch, ohne Scheiß. Ich weiß wie ätzend das ist und wie blöd man sich fühlt und wie man sich schämt. Aber man kann echt absolut nichts dafür (blöde Hormone) und man ist auch nicht schmutzig oder ungepflegt. Manchmal ändert sich halt einfach die doofe Hautzusammensetzung und dann sieht man halt blöd aus. Aber man kriegt das hin!

Fühlt euch gedrückt und bis zum nächsten Mal!

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Autor

Hallo, mein Name ist Miriam. Auf Lux und Poppy schreibe ich über die schönen Dinge im Leben - vor allem über Lifestyle, Fotografie und Reisen. Ich lache sehr gern und habe ein Faible für alles, was mit Großbritannien zu tun hat.

3 Kommentare

    • Lux und Poppy Antworten

      Nicht schön, oder? 🙁 Aber das wird alles! Ist das bei dir auch hormonell bedingt? Ich kann auch absolut verstehen, wenn man dann diese krassen Tabletten nimmt, weil die Akne dann wirklich nach quasi einer Woche verschwunden sein soll, aber für mich war das irgendwie gar nichts. Ich bin so froh über die Produkte gestolpert zu sein, teuer ja, aber wenn es was bringt…!

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