Ich hatte mir vor einiger Zeit (ich glaube das war ungefähr letztes Jahr im September, als ich Lux und Poppy neu erstellt habe) mal aufgeschrieben, wie man eigentlich zum eigenen Blog kommt… das ganze funktioniert in genau 10 Schritten und die wollte ich euch mal vorstellen.

In 10 Schritten zum eigenen Blog

Ich dachte mir, ich stelle euch die 10 Schritte vor und schreib ein bisschen was dazu. Da aber Blogging Tipps jetzt nicht unbedingt meine Hauptthemen sind, verlinke ich ganz unten mal auf 4 tolle Quellen für Blogeinsteiger oder Langzeit-Blogger!

Ich gehe einfach davon aus, dass die meisten, die diesen Blog lesen schon einen Blog haben und der Beitrag jetzt nicht sooo interessant ist – aber vielleicht stolpern ein paar Leute hierüber, die vielleicht überlegen einen Blog aufzumachen und nicht so ganz wissen, wo sie starten können. Los geht’s!

1. Dein Thema

Worum soll es in deinem Blog gehen? Am Besten überlegt man sich 1-2 Kategorien, die gut zusammenpassen; zum Beispiel Reisen & Fotografie oder Essen & Fotografie oder DIY und Fashion, etc. Hat man den Punkt gemeistert, hat man schon das schwerste geschafft! Ich habe bei mir 3 Kategorien (buh!) und zwar Lifestyle, Fotografie & Reisen. In die Kategorie Lifestyle kann ich alles reinschmeißen, was mich irgendwie interessiert: Fitness, Fashion, Beauty; egal! So lang du ein Thema findest, was dir Spaß macht und wo du viel drüber weißt und schreiben kannst, bist du quasi good to go!

2. Zielgruppe

Urgs, auch so eine schwierige Frage: Für wen schreibst du? Schreibst du den Blog nur für dich? Na dann einfach loslegen und tippen, tippen, tippen. Willst du den Blog für andere schreiben? Dann notier für dich, wen du genau ansprechen willst (Zielgruppe) und was du den Personen vermitteln willst. Zum Beispiel möchtest du den Lesern etwas beibringen in Tutorials, zum Denken anregen mit kritischen Texten, Inspirationen für Rezepte oder Interior…

3. Name

Jetzt geht es ans Eingemachte: Finde einen passenden Blognamen. Das kann etwas persönliches sein oder was speziell zu deinem Inhalt passt. Wenn du neben deinem Blog auch andere Dienstleistungen anbietest, kann es sogar dein Name sein. Es ist alles erlaubt, aber es gibt auch ein paar Dinge zu beachten:

  • Nicht zu lang!
    Niemand kann sich www.supertolleurlmitkomischennamen34zahleneinfachnurso.de merken
  • Keine Umlaute!
    Ja, Umlaute wie www.diät.de funktionieren mittlerweile, allerdings auch nur in einem Sprachraum mit Umlauten und die Gefahr ist groß, dass Blogbesucher deine URL dann www.diaet.de schreiben und ganz woanders landen
  • URL = Blogname
    Deine URL sollte gleich lauten mit dem Blognamen, nichts ist verwirrender auf www.blogname.de zu gehen und im Header steht groß „Internetanwalt 24“ oder so

4. URL Check

Jetzt kommt der Moment, wo man vielleicht etwas enttäuscht wird: der URL Check! Am besten geht ihr dafür zur Denic (das ist die Stelle, die für deutsche Domains zuständig ist) und prüft, ob eure gewünschte Blog URL noch vorhanden ist. Das ganze macht ihr auch für alle Social Media Kanäle, die ihr für euren Blog benötigt – hängt an die jeweilige URL euren gewünschten Benutzernamen an und schaut, ob ein Profil gefunden wird oder nicht.

Wenn es die URL schon geben sollte, dann könnt ihr entweder beim Inhaber nachfragen, ob er sie euch abtritt oder ihr müsst womöglich einen anderen Namen für euch finden. Es ist außerdem ratsam mal einfach zu googeln, was kommt, wenn ihr euren Blognamen eingebt. Eventuell habt ihr euch einen total süßen Namen ausgedacht, der vielleicht mit einer Porno Darstellerin verknüpft ist? (Nicht, dass das was schlechtes wäre, aber vielleicht nicht gut für eure Zielgruppe.)

5. Registrierung

Die URL ist frei und die Social Media Accounts auch? Dann ab und registrieren! Die Social Media Accounts einfach bei den jeweiligen Plattformen (denkt daran, dass man bestehende Accounts auch umbenennen kann!). Die URL registriert ich am besten direkt bei eurem Webhost (Ich bin beispielsweise bei Goneo und seit Jahren sehr zufrieden; außerdem habe ich noch Domains bei One, wo das erste Jahr kostenlos war – das ist gut, wenn man testen will, ob Bloggen überhaupt was für einen ist). Ihr könnt natürlich auch nur eine URL registrieren und mit einem kostenlosen Bloganbieter verknüpfen…

In 10 Schritten zum eigenen Blog
In 10 Schritten zum eigenen Blog

6. Plattform

Hier geht es nämlich direkt zur Frage mit welcher Plattform ihr Bloggen wollt. Mir fallen da als erstes natürlich WordPress und Blogger ein – es gibt bestimmt noch andere. Bei WordPress kann man sich entscheiden, ob man den ganzen Blog selbst bei sich hostet (also auch selbst installieren muss) oder sich nur ein WordPress Konto anlegt und auf deren Servern bloggt (wie bei Blogger auch). Ich rate immer zur eigenen Variante – das muss aber jeder selbst wissen und wäre ein Thema für einen völlig neuen Blogbeitrag!

7. Layout

So, ihr habt eure Domain, der Blog ist aufgesetzt mit nichts drin und auch all eure Social Media Accounts. Jetzt geht es an das Bloglayout. Wie soll euer Blog aussehen? Wollt ihr ein kostenloses Layout haben oder etwas dafür bezahlen? Ich habe auf meinem Pinterest Account mal ein Board erstellt mit schönen femininen Blogdesigns – ich selbst suche nämlich jedes Mal auf’s Neue, wenn ich mein Layout ändern will und habe dort meine Favoriten mal gesammelt! Außerdem könnt ihr euch ein wenig Gedanken um euer „Brand Design“ machen – was sind eure Farben, die ihr verwenden wollt, welche Schriftarten, wie ist der Look eurer Fotos etc.

8. Blog einrichten

Es geht los! Das Template wird installiert, die Grafiken erstellt und der Blog eingerichtet. Am besten erstellt ihr auch schon mal einige Artikel (vielleicht so 10 Stück), damit der Blog nicht „leer“ online geht, sondern neue Leser etwas zum Stöbern haben.

9. Inhalte & Werbung

Das ist die Phase vor dem Go Live: Erstellt Inhalte für eure Social Media Accounts und den Blog. Macht Werbung, wie ihr es für richtig haltet. Folgt eurer Zielgruppe auf Twitter, Instagram und Co. Macht die Leute darauf aufmerksam, dass ihr bald einen Blog habt und worüber ihr schreibt.

10. Go Live!

Zack, stellt euren Blog auf Live und freut euch! Jetzt beginnt die Zeit, wo ihr neue Artikel schreibt und generell an eurem Blog arbeitet – auch das ist wieder eine ganz andere Geschichte!


Ich hoffe euch hat mein kleiner Einstiegsguide zum Thema Blog gefallen und ihr konntet ein paar Tipps mitnehmen! Wie versprochen gibt es hier noch interessante Links zum Thema:

  • Aileen hat auf ihrem Blog eine ganze Serie zum Thema geschrieben; und zwar verfasst sie im Rahmen von #28DaysOfBlogging genau 28 Beiträge dazu! Hier gibt es viel Infos zum Erstellen eines Blogs und vor allem zum Thema Branding und Farben etc. Schaut hier auf jeden Fall mal vorbei!
  • Alex hat mit Pinkbiz einen ganzen Blog über das Thema Blogging, mit Spezialisierung auf Schreibblockaden und Texten, erstellt. Hier gibt es wertvolle Tipps und wirklich sehr lange gut recherchierte Artikel zum Thema!
  • Janneke hat ebenfalls einen Blog rundum das Bloggen: Blog your thing! Es gibt mega viele interessante Artikel, viele Freebies zum Download und sie bietet spezielle Kurse oder Sessions an, deinen Blog gezielt aufzubauen.
  • Und nach kurzer Recherche wirst du auf jeden Fall über Melyssa Griffin stolpern, die sich ebenso mit Blogging befasst und mittlerweile Entrepreneurs generell beim Aufbau ihres Businesses unterstützten will. Besonders hilfreich ist ihre Facebookgruppe – hier bekommt man viele Tipps und Unterstützung. Achtung: Hier ist alles auf Englisch!

Habt ihr noch weitere Tipps, die ich noch nicht erwähnt habe?

In 10 Schritten zum eigenen Blog
In 10 Schritten zum eigenen Blog
Autor

Hallo, mein Name ist Miriam. Auf Lux und Poppy schreibe ich über die schönen Dinge im Leben – vor allem über Lifestyle, Fotografie und Reisen. Ich lache sehr gern und habe ein Faible für alles, was mit Großbritannien zu tun hat.

7 Kommentare

  1. Ach ja, am URL Check bin ich ja letztens gescheitert – ich hatte einen echt super Namen, den mir dann kurz vorm Registrieren jemand weggeschnappt hat. Ansonsten mache ich mir immer gar nicht zu viele Gedanken um meine Blogs, wenn ich mal neustarte – ich hab aber auch keinerlei Ansprüche an Leserzahlen oder sowas, für mich ist der Blog immer noch eher eine Art digitales Tagebuch, wenn jemand das liest, ist da cool, wenn nicht, ist das aber auch okay.
    Dein pinterest Board hab ich mir mal gespeichert, ich bin zwar gerade super zufrieden mit meinem Theme, aber das kann sich bei mir sehr schnell ändern und dann tue ich mich auch immer schwer mit der Suche.

    • Lux und Poppy Antworten

      Jaaa, der URL Check (und der Social Media Check) sind echt wichtig, sonst ärgert man sich richtig. Bloggen ist auch als digitales Tagebuch super schön; so haben alle schließlich angefangen 🙂 Ich hab mir vor neuen Templates auch immer alles abgesucht und jetzt bin ich froh, dass ich das so an gebündelter Stelle hab 🙂

  2. Irre, dass du dir das damals aufgeschrieben hast – die meisten fangen ja einfach zu bloggen an, ohne sich Gedanken zu machen, dass sie ihre Erfahrungen und ihren „Anfangsweg“ mal teilen wollen könnten.

    Ein bis zwei Themen habe ich nich – ich schreibe über alles, was mir in den Sinn kommt. Und auch auf anderen Blogs mag ich das so oft sehr gern 🙂

    Ich schreibe, um meine Gedanken und Erlebnisse in ansprechender Form für mich und meine Familie / Freunde festzuhalten, aber auch, um kritische Themen in das Bewusstsein meiner Leser zu bringen und zu diskutieren 🙂

    Ich glaube, am URL Check werden viele Ideen scheitern… das war bei mir damals auch so. Aber seit dem Relaunch passt alles.

    Was die URL betrifft, bin ich der Meinung, dass man auch erst mal kostenlos mit WordPress oder Blogger anfangen kann mit der Subdomain. Man muss doch erst mal testen, ob man langfristig beim Bloggen bleiben mag. Selbstgehostet finde ich erst mit etwas Erfahrung sinnvoll, auch wenn ich meinen Blog seitdem noch wesentlich mehr liebe.
    Und über das perfekte Design oder gar Branding kann man sich auch immer noch Gedanken machen – ich bin da mehr für „Einfach mal drauf los tippen“. Aber das ist Ansichtssache, schätze ich.

    Liebe Grüßé

    • Lux und Poppy Antworten

      Ja, ich hatte mir das damals irgendwie gedacht, dass ich mir das mal aufschreibe für einen Blogbeitrag, vielleicht ist es ja ganz nützlich 🙂 Ich schreib auch immer über das, was mir in den Sinn kommt, aber versuche es halt irgendwie in eine Kategorie unterzubringen… Lifestyle kann ja auch alles und nichts sein, dass hab ich ganz clever gelöst haha
      Klar kann man erstmal mit Blogger anfangen etc. das hatte ich glaub ich auch geschrieben, wenn man erst mal testen will, ob bloggen was für einen ist… aber mittlerweile kostet Domains und Hosting ja fast nichts (meine erste Domain hat 12,50 € im Jahr gekostet!) von daher kann man sich ruhig auch eine Domain registrieren (das macht es auch offizieller hehe) Auf jeden Fall einfach lostippen – bevor Lux und Poppy endgültig online ging hab ich so viel zum Thema Blogging gelesen, dass ich kaum selbst was angefangen habe 😀 der Kreislauf von Selbsthilfe! Einfach lostippen ist genau richtig!

  3. Mmh. Ich weiß nicht so recht. Ich denke einige der Punkte treffen zu wenn man mit dem Bloggen Geld verdienen möchte. Eine Zielgruppe ist für einen privaten Blog wohl kaum notwendig, diese findet sich meistens irgendwie von selbst. Dafür fehlt dann das Recherchieren über Gesetze und Richtlinie mit denen man dann konfrontiert wird (diese gelten ja für alle Arten von Bloggern). Ich denke auch, dass das Betreiben von Werbung erst dann Sinn macht, wenn der Blog schon zugänglich und etwas an Inhalt aufweist.

    Ich finde bei solchen Beiträgen, also nicht nur bei deinen, es schade, dass man zwischen den Blogabsichten nicht differenziert (Will ich einfach nur schreiben oder will ich Geld verdienen).

    • Lux und Poppy Antworten

      Jaaa, deswegen meinte ich ja, wenn man nur so für sich Bloggen möchte, dann nicht groß drüber nachdenken, sondern einfach schreiben. Trotzdem ist es ja interessant sich vorher Gedanken zu machen, für wen man eigentlich schreibt (nicht, dass ich das selbst gemacht hätte haha)
      Mit Werbung meinte ich auch nicht so wirklich „Werbung“, sondern mehr so ein „Hallo jetzt gibt es mich auch“ Stimmt, man könnte noch besser unterscheiden zwischen den Absichten, aber irgendwann verschwimmen die ja vielleicht auch 🙂

  4. Pingback: Wie du in einem Jahr Bloggen auf 10.000 Aufrufe kommst - Lux und Poppy

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